Die Vizefraktionsvorsitzende der SPD, Ülker Radziwill, will das beliebte Konzept des Urban Gardening als gelebte Stadtentwicklungspolitik neu denken. Deswegen schlägt sie vor, städtische Mietskasernen, wo es nur geht, mit Pflanzen und Gärten zu begrünen, um die Natur in das direkte Wohnumfeld der Menschen zu bringen. Anfangen will Radziwill mit dem Neuen Kreuzberger Zentrum (NKZ), weil das Wohnhaus am sogenannten sozialen Brennpunkt Kottbusser Tor stadtweit bekannt ist.
Quelle: neues-deutschland.de am 7. März 2018
Berlin
»Prachttomate« fordert staatliche Rettung
Gemeinschaftsgarten hofft auf Unterstützung des Bezirks Neukölln, der das Grundstück kaufen soll
Bisher wurde das Vorkaufsrecht angewandt, um MieterInnen in Milieuschutzgebieten vor Verdrängung zu schützen. Nun fordern die NutzerInnen des Stadtteilgartens »Prachttomate« in Neukölln, das Vorverkaufsrecht auch zum Erhalt ihres Projekts anzuwenden. Vor einigen Wochen wurde ein Drittel des Areals verkauft, das die HobbygärtnerInnen bisher genutzt haben. Eine Baugruppe plant dort ein fünfstöckiges Gebäude mit Eigentumswohnungen. Ein Teil des Areals soll der »Prachttomate« weiter für ihr Urban-Gardening-Projekt zur Verfügung stehen.
Quelle: neues-deutschland.de am 1. März 2018
Viel Moos soll den Tegeler S-Bahnhof aufwerten
Um den S-Bahnhof freundlicher zu gestalten, soll der Tunnel mit grünen Biotech-Filtern ausgestattet werden. Die Idee stößt auf Gehör, mehrere Abteilungen der S-Bahn prüfen die Idee.
Der S-Bahnhof Tegel ist beliebt bei Pendlern aus dem Berliner Umland. In 25 Minuten ist man von hier an der Friedrichstraße. Verkehr ist hier viel, doch der Fußgängertunnel der Station wird häufig zugemüllt, die Atmosphäre ist ungemütlich. Tegel-Blogger und BVV-Mitglied Felix Schönebeck (28, CDU) möchte den Bahnhof jetzt aufwerten. Seine Idee: Moos an den Tunnelwänden, dazu moderne LED-Beleuchtung. „Tegel könnte hier Vorreiter für viele andere Orte in Berlin sein“, sagt Schönebeck. „Unser Ortsteil ist gerade im Umbruch. Mit einem schönen Bahnhof soll der Zugang zum neuen Tegel-Quartier aufgewertet werden.“
Quelle: bz-berlin.de am 6. Februar 2018
Marzahn-Hellersdorf: Wie ein Gärtner mit Behörden um öffentliche Grünflächen ringt
Den Begriff „Urban Gardening“ kennt Reinhold Göring nicht. Was er macht, nennt man in Neukölln oder Mitte so, aber nicht hier, am Kummerower Ring. Der Gärtner, orangefarbener Pullover unter grauer Jeansjacke, geht mit sicheren Schritten durch die Beete vor seinem Wohnhaus. Er betrachtet die purpurnen, weißen und gelben Blüten. Es kann sein, dass die Blumen hier bald nicht mehr wachsen werden.
Quelle: berliner-zeitung.de am 29. November 2017
Freie Bahn für die Werneuchener Bürgerwiese
Aus der seit Jahren vor sich hin gammelnden Werneuchener Wiese könnte doch noch was werden: Der Bezirk will, dass dort schon bald Gemeinschaftsgärten entstehen. Vorschläge sind willkommen!
Wir wollen es mit dem Jubel nicht übertreiben: Eine Schule oder gar bezahlbare Wohnungen werden vorerst nicht auf der Werneuchener Wiese entstehen. Und auch unser Lieblingsvorschlag – das Werneuchener Freibad – bleibt weiterhin Träumerei. Aber immerhin: Die Wiese, die seit Jahren sich selbst überlassen ein tristes Dasein als Hundeklo fristet, soll wieder aufgehübscht und für die Anwohner nutzbar gemacht werden. In ungewohnter Einigkeit haben die Mitglieder aller Parteien im Stadtentwicklungsausschuss für dieses Vorhaben gestimmt.
Quelle: prenzlauerberg-nachrichten.de am 28. November 2017
Grünes Berlin in Gefahr: Der Wut-Protest der Stadtgärtner
Stadtgärtner sind im Grunde ein friedfertiges Völkchen. Aber wenn Bau-Investoren an ihre Pflanz-Flächen wollen, werden die „Urban Gardening“-Freunde fuchtig. Rund 100 Großstadt-Gärtner protestierten jetzt gegen drohende Räumungen.
Quelle: berliner-kurier.de am 19. November 2017
Grüne Freiräume gefährdet
Berlin und Brandenburg wollen beim Schutz von Frei- und Grünflächen zusammenarbeiten
Berlin wächst, und freie Flächen sind Mangelware. Dementsprechend viele Interessen konkurrieren um die wenigen verbliebenen Freiräume. Auch die Außenbezirke und das Brandenburger Umland sind von den Verdichtungsprozessen zunehmend betroffen. Wie dennoch Frei- und Grünflächen als Erholungs- und Naturraum erhalten werden können, darüber hat das Kommunale Nachbarschaftsforum Berlin-Brandenburg auf seiner Jahreskonferenz beraten.
Quelle: neues-deutschland.de am 18. November 2017
Trauriger Herbst: Stadtgärten stehen vor dem Aus
Gemüsebeete mitten in Kreuzberg, Obstgärten auf dem Tempelhofer Feld, wilde Blumen am Straßenrand: An vielen Ecken in Berlin boomt das „Urban Gardening“, also der von Bürgern betriebene Gartenbau auf städtischen und privaten Brachflächen. Doch nicht immer gefällt das dem Eigentümer auf Dauer: Mehrere, mit viel Herzblut gepflegte Gärten stehen in diesem Herbst vor dem Aus.
Quelle: berliner-kurier.de am 18. November 2017
In der Existenz bedroht
Urbane Gärten tragen viel zu einem guten Stadtklima bei – sowohl in Bezug auf Luft als auch Lebensgefühl. Doch der Kampf um Freiflächen wird härter.
„Die Stadt ist unser Garten“ ist das Motto der Pioniere, die seit rund zehn Jahren, Brache für Brache, Berlin in eine zukunftsfähige Stadt verwandeln. Die Stadt schmückt sich gern mit den schönen Kulissen, aber die Urban-Gardening-Aktivisten erwarten eher eine im neuen Koalitionsvertrag verankerte Anerkennung ihrer harten, oft ehrenamtlichen Arbeit.
Quelle: taz.de am 16. November 2017
Rot-Rot-Grün will Experten für Stadtgärtner
Urban Gardening in Berlin
Petersilie am Straßenbaum, das Salatbeet auf der Holzpalette neben den Mülltonnen und die Kartoffeln im Buddelkasten: Urban Gardening ist angesagt in Berlin. Das Abgeordnetenhaus will das Ganze jetzt professionell angehen - jedenfalls einige Fraktionen.
Quelle: rbb24.de am 16. November 2017
