Sie tun es in Bogota, in Vancouver, in Bamako, in Zürich - brachliegende Fächen, Hinterhöfe, Grünstreifen von Stadtautobahnen, Flussufer werden zu Gemüsegärten umgewandelt. Nicht zum Vergnügen, sondern um lebensnotwendige Nahrungsmittel zu produzieren. Manche aber tun es auch, weil Urban Gardening ein sozialer Ort ist, der gemeinschaftliche Garten bietet die Möglichkeit, mit Nachbarn, Freundinnen etwas zu tun. Und wieder andere sehen im Stadtgärtnern den Anfang einer neuen, anderen Ökonomie in den Städten.
Quelle: srf.ch am 8. Dezember 2017
Allgemein
Unsere kleine Farm im Bunker
Sie wollten ungenutzten städtischen Raum in fruchtbares Land verwandeln: 33 Meter unter den Straßen Londons haben zwei Unternehmer ihr Farmland gefunden - in einem alten Luftschutzbunker.
Tief unter den Straßen Westlondons befindet sich eine grüne Oase. Hier bauen zwei Unternehmer in einem alten Weltkriegsbunker Pflanzen an. Sie sehen darin die Zukunft der Agrarwirtschaft. Noch vor wenigen Jahren hätte man dort, 33 Meter unter der Erde, nur menschenleere Tunnel vorgefunden. Der Luftschutzbunker ist ein Relikt aus dem Zweiten Weltkrieg, das sich unter der Metropole entlangzieht.
Quelle: spiegel.de am 6. Dezember 2017
Jedem Haus sein Huhn – als Müllschlucke
Französische Städte verschenken an ihre Bürger Hühner. Die kleine Investition lohnt sich: Organische Haushaltsabfälle können so deutlich reduziert werden.
Die Hühner sind los! In französischen Städten hört man immer öfter Gegacker wie am Bauernhof. Denn die Kommunen verschenken das Lebendvieh an ihre Bürger. Was sie damit bezwecken? Die Tiere sind wahre Abfalleimer mit Federn und helfen so, den Hausmüll zu reduzieren.
Quelle: diepresse.com am 5. Dezember 2017
So geht Kräuterzucht im Weltkriegsbunker
Das Konzept soll die wachsende Stadtbevölkerung rund um den Globus ernähren.
Der Ausflug ins Grüne führt an einem faustdicken Stahlkabel 33 Meter in die Tiefe. Langsam ruckelt die Kabine abwärts, lässt den hektischen Großstadtdschungel mit seinen Betonfassaden und Fast-Food-Geschäften in West-London hinter sich zurück. Es ist eine Reise in die Vergangenheit der Stadt – und zugleich in die Zukunft der Agrarwirtschaft. Ein sanfter Ruck durchfährt den Lift, als er ankommt.
Quelle: kurier.at am 4. Dezember 2017
Stadt – Land – Frust: Wie leben wir in Zukunft?
Städte wachsen, Dörfer sterben: 2050 werden wohl nur noch 16 Prozent der Menschen auf dem Land wohnen. Eine Dokumentation über Ursachen und neue Perspektiven.
Das Leben in der Stadt scheint attraktiv: Sie hat alles, ist schrill, bunt, voll Kunst und Kultur, pralles Leben eben. Sie ist für viele Menschen aber vor allem auch Stress. Wohnraum ist knapp und teuer, die sozialen Spannungen sind groß. Dazu klagen viele Städter über Isolation. Gigantische Wohnprojektsiedlungen wachsen in den Himmel, aber ohne eine „Seele“. Es gibt keinen Kontakt zum Nachbarn, nicht mal beim Einkauf im Supermarkt. Bei vielen ist deshalb die Sehnsucht nach dem Glück auf dem Land groß. Zum Trost wird auf Garagendächern Gemüse angebaut. In der Großstadt boomt das „Urban Gardening“.
Quelle: zdf.de am 29. November 2017
moma:future: Gurken im Weltall
Wenn wir in Zukunft fern der Erde siedeln wollen, müssen wir dort unter schwierigen Bedingungen auch Nahrungsmittel anbauen können. Raumfahrtingenieure tüfteln derzeit an Lösungen für den Gartenbau im All.
Quelle: zdf.de am 24. November 2017
Wem gehört die Stadt?
Wem an einer demokratischen Stadtgesellschaft gelegen ist, der sollte bezahlbaren Wohnraum nicht gegen grüne Freiflächen ausspielen.
Dass der Berliner Prinzessinnengarten jüngst noch auf der Seoul Biennale für Architektur und Urbanismus als Beispiel für eine demokratische, koproduzierte Stadt gefeiert wurde, bedeutet nicht, dass das international bekannte Leuchtturmprojekt eine sichere Zukunft hätte. Die Biennale widmete sich dem Thema „Imminent Commons“, also den Gemeingütern, die von neuen stadtpolitischen Akteuren weltweit in den von Privatisierung bedrohten öffentlichen Räumen geschaffen und bewirtschaftet werden.
Quelle: fr.de am 22. November 2017
Bürgergärten gegen das Bienensterben
Der rot-rot-grüne Senat will urbanes Gärtnern in der Hauptstadt fördern. Das soll Mensch und Biene zugutekommen.
Wären die Bienen ausgestorben, gäbe es keine Äpfel, Erdbeeren, Gurken oder Kürbisse mehr. Diese Pflanzen sind auf die Bestäubung von Bienen angewiesen – wie bis zu 80 Prozent des Obstes und Gemüses. Rot-Rot-Grün will den Senat in einem Antrag, der am Donnerstag, dem 15. November, im Abgeordnetenhaus debattiert wird, auffordern, eine „Strategie für Bienen und andere Bestäuber“ zu entwickeln.
Quelle: tagesspiegel.de am 16. November 2017
„Unterwerft euch – oder ihr verhungert“
Das syrische Regime belagert Städte und Dörfer, die Bewohner essen Rinde von Bäumen, tauschen ihr Auto gegen ein Kilo Reis. Aktivisten schmuggeln deshalb Saatgut in die Orte. Ein lebensgefährliches Wagnis.
Die Aktivisten von "The 15th Garden" versuchen, die Folgen dieser Kriegstaktik zu mildern. Im Interview spricht Abdallah Al-Shaar über Urban Gardening unter Scharfschützenblicken, Treibhäuser in Wohnhäusern - und die Bedeutung von Hülsenfrüchten für die Menschen in den betroffenen Gebieten.
Quelle: spiegel.de am 14. November 2017
Krisencruisen in Detroit
Die gebeutelte Autostadt setzt nun auf ein ganz anderes Verkehrsmittel: das Fahrrad. Neue Radwege, Straßenbahnen und Grünflächen sollen die City beleben und Besucher begeistern.
Henry Ford stellt den Fahrradsattel ein. Zu niedrig. So fahren die meisten hier am Detroit Riverwalk entlang, Knie nach außen. Oder besser: Sie cruisen. Dass das Fahrrad sich als echtes Fortbewegungsmittel und nicht nur als Freizeitspaß in Detroit durchsetzt, ist zumindest an der Promenade des Detroit River noch nicht ganz vorstellbar.
Quelle: sueddeutsche.de am 13. November 2017
