Der Lastenfahrstuhl fährt nur bis in den vierten Stock, dann geht es noch eine Treppe hinauf bis zu einer schweren Eisentür mit der Aufschrift: „Das Betreten der Dachflächen ist für unbefugte Personen strengstens untersagt.“ Andreas Frädrich ist befugt, er hat den Schlüssel zu der Tür. Draußen reißt der Wind das Wort von den Lippen, die Sonnenstrahlen prallen mit voller Kraft auf das Dach. „Wind und Hitze – das sind die besten Voraussetzungen für einen Salzgarten“, sagt Frädrich.
Quelle: morgenpost.de am 27. Juli 2019
Berlin
Kiezgespräch
Auch für Xhain existiert keine Liste mit Urban Gardening-Projekten, teilt Bezirksamt-Sprecherin Sara Lühmann auf Nachfrage mit. Höchste Zeit also, eine zu erstellen: In Sachen Gärtnern geht bei uns nämlich auch so Einiges – schließlich sind wir nicht nur politisch der grünste Bezirk der Stadt, sondern haben trotz dichter Besiedelung einige Freiflächen zu bieten. Und auf einigen davon kann man selbst zum Spaten greifen:
Quelle: leute.tagesspiegel.de am 18. Juli 2019
Urban Gardening auf neue Art: In Britz entsteht ein gemeinschaftlicher Waldgarten
„Das hier ist der perfekte Ort.“ Zufrieden schaut Jennifer Schulz um sich. „Die Fläche ist noch nie bebaut gewesen, sie hat die richtige Größe, der Boden ist schadstofffrei und es stehen hier bisher nur wenige große Bäume und Sträucher“, sagt die Wissenschaftlerin. Zudem ist das Gebiet gut erreichbar – ein Glücksfall. Hier, am Rand des Britzer Gartens, im Süden von Berlin, hat Schulz Großes vor.
Quelle: berliner-zeitung.de am 17. Juli 2019
Sind Stadtfarmen ein Zukunftsmodell?
Kartoffeln vom Land legen lange Wege zurück, bis sie in der Stadt landen. Das geht auf Kosten von Frische und Nachhaltigkeit. Urbane Landwirte züchten und ernten deshalb direkt in der Stadt. Manchmal sogar im Supermarkt. Doch der Bauernverband ist skeptisch.
Quelle: merkur.de am 11. Juli 2019
Das Himmelbeet könnte ans Nordufer ziehen
Bis 2020 muss der Gemeinschaftsgarten Himmelbeet umziehen, denn auf dem Areal entsteht Deutschlands erstes Fußballbildungszentrum. Nun scheint ein neuer Standort gefunden zu sein: Die Kiezgärtner könnten ans Weddinger Nordufer ziehen.
Quelle: qiez.de am 5. Juli 2019
Neuer Platz für das „Himmelbeet“ am Weddinger Nordufer
„Lieber Freiraum“ steht in weißen Buchstaben auf einem Holzschild. Den haben sich die Gärtner des Gemeinschaftsgartens „Himmelbeet“ mitten in der Stadt geschaffen. Aus 50 Beeten sprießen grüne Blätter, Radieschen und Tomaten. Im Garten-Café erholen sich die Gärtner von der Arbeit. Jeder kann hier sitzen, jeder kann mitmachen.
Quelle: tagesspiegel.de am 3. Juli 2019
Wann man in Berlin zum Guerilla-Gärtner werden darf
Selber pflanzen im öffentlichen Raum
Anwohner im Wedding wollen ihre betongraue Straße aufhübschen: Sie stellen Hochbeete auf, verbuddeln Blumen und Kräuter rund um einige Straßenbäume. Im Prinzip kein Problem, sagt das Grünflächenamt - und räumt trotzdem alles ab. Warum?
Quelle: rbb24.de am 3. Juli 2019
Kartoffeln und exotisches Gemüse vom Goerzwerk-Dach
Langsam zieht der Kran einen riesigen Sack in die Höhe. Die zentnerschwere Ladung wird auf das Dach des Goerzwerkes bugsiert. In dem Sack befinden sich Saatkartoffeln, die auf dem Dach wachsen sollen.
„Hier oben ist ein Wetter wie an der See. Es ist viel wärmer und viel windiger“, erklärt Andreas Frädrich. Der ausgebildete Landschaftsgärtner betreibt einen Pflanzenverleih „plant storage“ im Goerzwerk und kam auf die Idee, in luftiger Höhe Kartoffeln, Gemüse und verschiedene Kräuter anzubauen.. Er will auf den rund 400 Quadratmetern Dachfläche testen, wie bestimmte Pflanzen unter den besonderen klimatischen Bedingungen gedeihen.
Quelle: berliner-woche.de am 1. Juli 2019
Gemeinschaftsgarten Himmelbeet könnte ans Nordufer ziehen
Das Urban-Gardening-Projekt Himmelbeet muss weg vom Leopoldplatz in Wedding. Ein neuer Platz könnte am Nordufer sein.
Üppig blühen derzeit die Hochbeete im Gemeinschaftsgarten Himmelbeet an der Weddinger Ruheplatzstraße. Doch spätestens 2020 soll an dem Standort Schluss sein, das Himmelbeet muss weichen. Wohin, das ist bis heute unklar. Nun keimt bei Initiatoren und Unterstützern die Hoffnung, dass die lange Standortsuche zu einem guten Ende kommen könnte. Denn es gibt die Unterstützung des Bezirksamts für einen neuen Standort am Weddinger Nordufer.
Quelle: morgenpost.de am 26. Juni 2019
Ernte Undank
Urban Gardening: Aus einer guten, grünen Sache wird der unfreiwillige Helfer der Gentrifizierung
Es ist ein „Zukunftsort“, besungen im Genre der Immobilienmaklerprosa: „Wohnen, Arbeiten und Leben – das war schon immer das Erfolgsrezept des Bezirks. Heute trifft sich hier die internationale Business-Avantgarde. Zwischen Handwerk und Manufakturen, Kreativindustrie und digitalen Pionieren, Sterne-Restaurants und Coffee-Shops, zwischen Urbanität und grüner Idylle pulsiert eine hochattraktive Mischung aus Arbeiten, Wohnen und Leben.“
Quelle: freitag.de am 25. Juni 2019
