Hast du schon mal Tomaten oder Basilikum selbst angepflanzt? Sozusagen den Weg deiner Lebensmittel vom Saatkorn bis zum Teller mitverfolgt? Du solltest es auf jeden Fall einmal ausprobieren. Im interkulturellen Gemeinschaftsgarten Himmelbeet ist das - und noch vieles mehr - mitten in der Hauptstadt möglich.
Quelle: berlin.imwandel.net am 23. August 2017
Berlin
Herr Wu und das reinigende Moos
Die Idee eines Berliner Start-ups macht Karriere: eine Wand, die die Luft so effektiv filtern soll wie 275 Bäume
In der Diesel-Krise wird es berühmt: Moos. Die späte Karriere – Moos hat schon rund 450 Millionen Jahre Evolution hinter sich und eroberte als erstes Gewächs das Land – hat es Liang Wu zu verdanken und seinen Kollegen des Berliner Start-up-Unternehmens Green City Solutions. Sie stellen in Berlin oder Reutlingen, in Essen, Oslo oder Hongkong, in vielen Städten vier Meter hohe Wände auf, auf deren Vorder- und Rückseite das Moos sprießt. Das soll die Luft im Häusermeer vom Dreck befreien, von Feinstaub und Stickoxiden, die die Gesundheit der Einwohner bedrohen können.
Quelle: morgenpost.de am 22. August 2017
Neuer Standort: Himmelbeet sucht weiter
Noch ungeklärt ist die Zukunft des interkulturellen Gemeinschaftsgartens von Himmelbeet. Im kommenden Jahr wird er wohl von seiner gegenwärtigen Heimstatt wegziehen müssen – der vom Bezirk angebotene Ersatzstandort auf dem hinteren Leopoldplatz stößt jedoch auf wenig Gegenliebe.
Quelle: weddingweiser.de am 22. August 2017
Auf Gedeih und Verderb
Die Leute vom Gemeinschaftsgarten „Prachttomate“ haben aus einer Neuköllner Müllecke ein grünes Paradies gemacht – und damit dessen Bedrohung befördert. Unser Blendle-Tipp.
Da ackerten sie seit Jahren gegen Verdrängung, gegen Gentrifizierung, für gemeinschaftlich genutzte städtische Flächen. Sie hatten das Kunststück vollbracht, eine beinahe komplett versiegelte Brache in einen blühenden Gemeinschaftsgarten zu verwandeln, aber ehe sie sich versehen, sind sie die Möhre in der Berliner Immobilien-Eselei. Anlockfutter für Investoren. Benutzt durch die Makler der Stadt. Ausgerechnet sie trieben nun die Preise in die Höhe.
Quelle: tagesspiegel.de am 22. August 2017
Prachttomate erhält Kündigung
Beitrag von Sylvia Wassermann
Hier wird das Gemüse noch von Hand geerntet: Im selbstorganisierten Gemeinschaftsgarten "Prachttomate" in Neukölln ist man plötzlich mitten drin im Landleben. Doch mit der Idylle könnte es bald vorbei sein, denn der Besitzer eines Teiles des Grundstückes, auf dem sich der Garten befindet, hat bereits gekündigt. Wir haben mit den Hobbygärtnern gesprochen.
Quelle: rbb-online.de am 16. August 2017
Das Tempelhofer Feld
Mitten in der Hauptstadt erstreckt sich unbebaute Wiese so groß wie 400 Fußballfelder, das ehemalige Flugfeld in Tempelhof. Ein grüner, riesiger Freiraum für die Menschen in Berlin. Erholungssuchende treffen hier auf Gestaltende, Touristen auf Alteingesessene. Wieviel Ordnung benötigt diese Freiheit?
Quelle: rbb-online.de am 15. August 2017
Urban Gardening im Unionpark: Bürgerinitiative will Gemeinschaftsgarten anlegen
Moabit. Sie trafen sich zufällig im Unionpark. Nun sind acht Leute dabei, einen Verein zu gründen. Die Bürgerinitiative Unionpark mit Jan-Christoph Müller an der Spitze hat für den Park eine Vision. Sie lautet „urbane Landwirtschaft“.
Quelle: berliner-woche.de am 15. August 2017
Gewächshaus auf dem Citydach
Das Berliner Projekt Dachfarm will Gemüseanbau auf Mietshäusern und Supermärkten organisieren
Quelle: pressreader.com am 9. August 2017
Eines der spannendsten Grünprojekte steht mitten in Berlin
Am Kreuzberger Moritzplatz liegen die Prinzessinnengärten. 25 Mitarbeiter setzen sich für dort urbane Ökologie und Nachhaltigkeit ein.
10:10 Tausende Autos und Radfahrer fahren um den Moritzplatz, an dem sich vor dem Zweiten Weltkrieg ein pulsierendes innerstädtisches Quartier befand. Nach Bombardierung, Mauerbau und Abriss fiel das Areal in einen Dornröschenschlaf, der im November 1989 endete. Seither blüht der Kiez am westlichen Ende der Oranienstraße auf, neue Geschäfts- und Bürohäuser wurden gebaut. Doch eine mehr als 5000 Quadratmeter große Fläche lag brach. "Die Idee, hier Vorzeigeprojekte für Hof-, Dach-, und Fassadenbegrünung in einem mobilen, ökologisch arbeitenden Zentrum zu verwirklichen, hatten wir 2008", sagt Robert Shaw.
Quelle: morgenpost.de am 3. August 2017
Bio-Basilikum aus dem Aquarium
Mitten in Berlin züchten Unternehmer Barsche und Kräuter im selben Wasser, die Fische liefern die Nährstoffe für die Pflanzen. Die Vision: der selbstversorgende Supermarkt.
Der Supermarkt der Zukunft steht dort, wo sich Echternacht- und Leschkestraße kreuzen. Ein modernes Gebäude mit zwei Etagen, die obere ist ganz aus Glas. Hinter den Scheiben schimmert es grün, hier wachsen Biogemüse, Salat und Kräuter direkt über den Köpfen der Kunden. Im Erdgeschoss gibt es die passenden Eiweißquellen, ökologisch direkt im Markt erzeugt, gefangen, ausgenommen und verpackt - Fisch, so frisch, dass er an der Kasse noch in Leichenstarre verharrt.
Quelle: sueddeutsche.de am 27. Juli 2017
